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ROSS
ANTONY, 35, Sänger und Fernsehmoderator,
Großbritannien
(Quelle: www.sueddeutsche.de, 24/07/09)Psychologie Bei Castings werde ich immer gefragt, was mein Berufswunsch vor der Schauspielschule war. Ich habe ein paar Semester Psychologie studiert, weil ich das aber nicht aussprechen kann, sage ich immer Biologie. Schraubenzieher Dieses Wort erinnert mich an meine erste Zeit in Deutschland. Damals habe ich alle Dinge in meiner Wohnung mit Zetteln beklebt, auf die ich die deutschen Wörter geschrieben habe: bestimmt tausend Stück! Streichholzschächtelchen Das ist das erste Wort, das ich gelernt habe, als ich 1997 nach Deutschland gekommen bin. Aus England habe ich sehr viele Kerzen mitgebracht – aber ich hatte kein Feuer, um sie anzuzünden. Ich ging in den nächsten Supermarkt. Dort blätterte ich in meinem Taschenwörterbuch und entdeckte dabei das Wort „Streichhölzer“. Ich habe eine Verkäuferin danach gefragt, aber die hat mich nicht verstanden – ich habe das Wort wohl zu komisch ausgesprochen. Ich habe dann auf das Wort im Wörterbuch gedeutet. Eichhörnchen Viele sagen, dass die deutsche Sprache hart klingt – das stimmt nicht immer. Zum Beispiel: „Eichhörnchen“ klingt viel weicher als das englische „squirrel“, fast schon märchenhaft. Schöne deutsche Wörter finde ich außerdem Schmetterling, Nixe oder Qualle. In der nächsten Sendung ... / Morgen bei uns ... Ich habe keinen speziellen Deutschkurs besucht, sondern schaute mir viele Nachmittags-Talkshows an. Dort wurde ein einfaches Deutsch gesprochen. In Erinnerung geblieben sind mir Redewendungen wie „In der nächsten Sendung ...“ oder „Morgen bei uns ...“ Wie ich Fragen richtig formuliere, habe ich mir bei „Wer wird Millionär?“ abgeschaut. Dort sind die Fragen auf dem Bildschirm zu sehen und Günther Jauch wiederholt die Fragen mehrmals. Das hat mir echt geholfen. |